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Was ist Akne?

Akne ist eine ernstzunehmende Hautkrankheit, die bei stärkerer Form unbedingt von einem Hautarzt (Dermatologen) behandelt werden muß.
Mitesser und Pickel treten häufig dort auf, wo viele Talgdrüsen vorhanden sind. Betroffen sind meist Gesicht, Brust, Rücken und / oder Schultern.
Akne entsteht, wenn die Talgdrüsenöffnungen z.B. durch Hornhautpartikel verstopfen. Der nun produzierte Talg kann nicht mehr abtransportiert werden und staut sich. Es entstehen Mitesser (Comedonen), diese können sich durch Bakterien entzünden und Pickel (Pusteln) entstehen.


Begriffe im Zusammenhang mit Akne

Talg: Wird zum Schutz gegen Umwelteinflüsse abgesondert und bildet auf der Haut einen Schutzfilm

Mitesser (Comedo), offen: Nichtentzündet auch "schwarzer" Mitesser genannt oder blackhead

Mitesser, geschlossen: Nichtentzündet auch "weißer" Mitesser genannt oder whitehead

Pustel / Pickel / Eiterbläschen: Entzündete Mitesser mit Eiter

Pappel / Knötchen: Weiße  entzündete Talgansammlungen unter der Haut, die spannen und schmerzen

Knoten (Nodulus): Erheblich größer als Pappeln. Entzündliche, schmerzhafte Akne, die bis in die Nerven geht und nur unter Narbenbildung abheilt. Knoten können bis zu drei Wochen bestehen bleiben

Zysten: Entstehen durch Zusammenfließen von Pappeln und Pusteln. Sie können über mehrere Monate bestehen bleiben

Wie entsteht Akne?

Die gewöhnliche Akne (Akne vulgaris) entsteht in der Pubertät, in der der Körper lernen muß, kontrolliert und zeitgerecht Hormone auszuschütten. Der Hormonhaushalt produziert bei Jungen und Mädchen männliche Geschlechtshormone, das Testosteron. Dieses Hormon fördert die Talgproduktion in der Haut und je nachdem wie empfindlich die Talgdrüsen sind, leiden die Jugendlichen an fettigen Haaren, fettiger Haut oder auch an Akne.
Die leichte Akne beginnt zwischen dem 9. bis 12. Lebensjahr, seltener ist die schwere Akne, zwischen dem 16. bis 20. Lebensjahr. Jungen sind oft stärker von der Akne betroffen, dafür leiden Frauen häufiger unter dem "Spättyp-Akne" (ab dem 20. Lebensjahr), bei der die Akne bis in die Wechseljahre andauern kann.
Normalerweise verschwindet die Akne mit dem Ende der Pubertät.

 Auslöser für Akne

  • In der Pubertät durch Hormonveränderung
  • In der Schwangerschaft und kurz vor oder während der Periode durch natürliche Hormonschwankungen
  • Bakterielle Infektionen der Haut
  • Bestimmte Medikamente oder Chemikalien
  • Vererbung
  • Seelische Anspannung   




Verschiedene Formen der Akne

Akne vulgaris: Leichte Form der Akne, die in der Pubertät bei Jungen und Mädchen auftritt

Akne comedonica (Mitesserakne): Sie ist vergleichbar mit der Akne vulgaris, nur daß hier viel häufiger Mitesser, Knötchen und Eiterbildungen vorkommen. Nach Abheilung sind meistens keine Narben vorhanden

Akne papulosa: Mittlere Form der Akne, die mit oder ohne Narbenbildung verlaufen kann

Akne papulopustulosa: Ist schon eine schwere und nicht leicht zu behandelnde Akneform. Mit Mitessern, Knötchen und Eiterbläschen, evtl. sogar mit Entzündungsbildung, die auch zu Knoten oder Zysten führen kann. Narben können entstehen

Akne conglobata: Schwerste Form der Akne, bei der sich Akneknoten unter der Haut miteinander verbinden. Immer Narbenbildung

Es gibt weitere Formen der Akne z.B. im Genitalbereich, als internistisches Krankheitsbild mit Fieber, durch chemische Stoffe (z.B. Chlor oder Öl) ausgelöst.

Die Behandlung von Akne

  • Vermeiden Sie die Berührung bzw. das Ausdrücken des noch "unreifen" Pickels, da hierdurch die Entzündung nur noch verschlimmert wird
  • Verwenden Sie spezielle Akne-Kosmetik
  • Medizinisch-kosmetische Behandlung durch die Kosmetikerin
  • Waschen Sie Ihre Haut mit einer milden, desinfizierenden Seife oder Waschlotion morgens und abends. Übertriebene Hygiene ist unnütz und bewirkt eher eine Reizung der Haut
  • Durch Dampfbäder oder Heißwasserkompressen erweichen die Poren und die Haut wird gleichzeitig desinfiziert. Mitesser können anschließend mit einem Komedonenquetscher vorsichtig geöffnet werden
  • Dampfbäder oder Kompressen mit Kamille oder Heilerde wirken entzündungshemmend
  • Verordnung von Medikamenten durch den Arzt, die Ihren Hautbedingungen angepaßt sind z.B. schälend, antiseptisch oder austrocknend wirkende Salben, Antibiotika oder bei Frauen die Anti-Baby Pille zur Hormonregulierung

Wichtig für eine erfolgreiche Akne-Behandlung ist, daß sie frühzeitig und konsequent durchgeführt wird!

 
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