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Arthrose erkennen und richtig behandeln PDF Drucken E-Mail
In Deutschland leiden schätzungsweise 30 Millionen Menschen unter der schmerzhaften Arthrose. Das lassen neuere Studien vermuten. Bisher ging man von rund fünf Millionen Betroffenen aus. Warum erkranken so viele an diesem chronischen Rheuma? Und wie ist den vielen Menschen zu helfen?
Niemand ist dem Leiden hilflos ausgesetzt. »Man kann die Arthrose aufhalten«, betont der Rheumaspezialist Dr. med. Wolfgang Bolten von der Klaus MiehlkeKlinik in Wiesbaden im Gespräch mit der "Neue Apotheken Illustrierte". Wichtig ist dabei die Schmerzbehandlung. »Wenn die Schmerzen weniger werden oder ganz weggehen, ist das der Beginn aller weiteren Behandlungsmöglichkeiten.« An erster Stelle sieht Bolten dabei die Krankengymnastik. Bewegung sei notwendig, um das Gelenk zu stabilisieren. Kälte hilft bei einem entzündeten, überwärmten Gelenk, Wärme bei nicht entzündeten, instabilen, schmerzhaften Gelenken. »Unterkühlung der Haut und Überhitzung des Gelenkes können aber erheblichen Schaden anrichten. Mit ein bisschen Sorgfalt lassen sich solche Probleme aber vermeiden«, betonte Bolten. Übergewicht sollte, so der Experte, abgebaut werden, das entlastet die Gelenke. Wenn ein Gelenkersatz nicht mehr zu umgehen ist, rät Bolten dazu, sich den Rat von zwei Operateuren einzuholen, die unterschiedlich operieren. Zusätzlich solle man einen Experten fragen, der nicht operiert, aber auch etwas von der Erkrankung versteht.

Bei der Arthrose kommt es zu Knorpelschäden in einem oder in mehreren Gelenken. Zu den Ursachen zählen Überlastungen, angeborene Fehlstellungen, Verletzungen oder Übergewicht.
 
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