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Diabetes als Risikofaktor für das Ungeborene |
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Bei etwa fünf Prozent aller Schwangeren tritt erstmalig während der Schwangerschaft ein Diabetes auf, schreibt die "Neue Apotheken Illustrierte Gesundheit" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September. Das bedeutet auch ein Risiko für das ungeborene Kind. Auf das Konto eines unbehandelten Schwangeren beziehungsweise Gestationsdiabetes gehen viele Fehl- und Frühgeburten mit Reifungsstörungen. Zudem werden die Kinder schwerer als gewöhnlich.
Der Gestationsdiabetes bleibt oft unerkannt, weil die Patientin davon
meist selbst nichts merkt. Die Blutzuckerwerte steigen dafür in der
Regel nicht hoch genug, wobei aber auch schon gering erhöhte
Blutzuckerwerte eine Gefahr für das Heranwachsende bedeuten. Der Test,
um einen Schwangerschaftszucker zu erkennen, ist der so genannte orale
Glucosetoleranztest (OGT). Er sollte zwischen der 24. und der 28.
Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Leider bieten ihn immer noch
zu wenige Frauenärzte an. Die Schwangere sollte deshalb gezielt darum
bitten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten allerdings
nur in besonderen Fällen. Überschreitet bei dem Test nur ein
Blutzuckerwert die festgelegte Normgrenze, liegt ein
Schwangerschaftsdiabetes vor und die Patientin sollte sich an einen
Diabetologen überweisen lassen. Der wird versuchen, die Zuckerwerte
durch Ernährungsumstellung, Schulung und Rat zur körperlichen Bewegung
in den Griff zu bekommen. Gelingt dies nicht, muss bis zur Geburt
Insulin gespritzt werden.
Diabetische Schwangere können so mit hoher Wahrscheinlichkeit ein
vollkommen gesundes Kind zur Welt bringen. Die Therapie mit dem
körpereigenen Hormon Insulin in der Schwangerschaft ist absolut
harmlos. Bei den meisten Patientinnen normalisieren sich die
Zuckerwerte nach der Geburt wieder.
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