Hoffnung auf eine verbesserte Lebensqualität trotz chronischem Tinnitus macht das so genannte Retraining, berichtet die "Neue Apotheken Illustrierte" vom 15. April 2006. Dabei sendet ein Gerät, das hinter dem betroffenen Ohr angebracht wird, ein leises Rauschen aus, welches das Hörsystem unempfindlicher gegen die Ohrgeräusche machen soll. Etwa 95 Prozent der so Behandelten gelingt es, die quälenden Töne in ihrem Ohr zu überhören.
Bewährt haben sich auch andere Therapiestrategien wie Autogenes
Training, Hypnose oder Musik, die den Tinnitus überdeckt sowie
Krankengymnastik.
Als wichtigster Behandlungsschritt beim chronischen Tinnitus gilt, den
Betroffenen aus seiner aktuellen Belastungssituation herauszuholen. Das
kann eine Krankschreibung bei beruflicher Überbeanspruchung sein oder
auch der Abstand zu familiären Konflikten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass beim chronischen Tinnitus die Ohrgeräusche
wieder ganz verschwinden, ist gering. Wer es aber schafft, das Klingen
und Pfeifen im Ohr nicht mehr als vorrangige Töne wahrzunehmen und
lernt, wieder auf andere Geräusche zu hören, hat einen großen Teil
seiner Lebensqualität zurück gewonnen.
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