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Wer dem traditionellen Brauch folgt, zu Ostern gefärbte Hühnereier zu verspeisen, der kann diesem Genuss durchaus frönen auch ohne Angst vor überschießenden Cholesterinwerten, berichtet die “Neue Apotheken Illustrierte” in der Ausgabe vom 1. April 2006. Für eine Eiabstinenz sieht Professor Dr. med. Achim Weizel von der Lipid-Liga in München keine Veranlassung: “Ein kurzzeitiger Konsum von Eiern spielt überhaupt keine Rolle”.

Bei stoffwechselgesunden Menschen schadet selbst der langfristige Verzehr von Hühnereiern nicht, denn der Körper kann nur beschränkt Cholesterin aus der Nahrung aufnehmen.

Eine Gesundheitsgefahr stellen eher die großen Mengen an tierischen Fetten insgesamt mit reichlich gesättigten Fettsäuren dar, die die meisten Menschen zu sich nehmen. Diese behindern den Abbau des Cholesterins. “Die Kombination von tierischen Fetten mit Cholesterin ist also das Problem”, erklärt der Experte. Eine ausgewogene Ernährung mit möglichst wenig gesättigten Fettsäuren, moderatem Fleischkonsum, reichlich Obst, Gemüse und ungesättigten Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten ist die Lösung, um Herz und Kreislauf auf Dauer gesund zu halten, nicht aber ein genereller Eierverzicht.

Selbst für HerzKreislaufRisikopatienten gilt: Ein bis zwei Eier pro Woche sind erlaubt. Viel wichtiger ist laut Weizel insgesamt die Kalorienkontrolle, “um Normalgewicht zu erreichen und zu halten”.
 
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