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Deutsches Apothekenmuseum
Museum, das sich mit der Apothekengeschichte befaßt. Befindet sich im Heidelberger Schloss. Träger der Stiftung ist die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände).
www.deutsches-apotheken-museum.de
Diagnostika
Arzneimittel ur Erkennung von Krankheiten.
Diuretika
Harntreibende Arzneimittel.
Dosierung, ausschleichende
Langsam verringerte Dosierung am Therapieende, um ein abruptes Absetzphänomen zu vermeiden. So kann es z.B. nach plötzlichem Absetzen von Schlafmitteln zu Unruhezuständen und Schlaflosigkeit oder bei bestimmten Mitteln zu Senkung des hohen Blutdrucks zu einem deutlichen Blutdruckanstieg kommen.
Dosierung, einschleichende
Langsam ansteigende Dosierung zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen am Beginn der Behandlung, d.h., begonnen wird mit einer niedrigen Dosis, die dann gesteigert wird.

Dosierung, individuelle
Dosierung unter Berücksichtigung der Situation des jeweiligen Patienten. In der Packungsbeilage ist dies mit dem Vermerk "Falls vom Arzt nicht anders verordnet" berücksichtigt.
Dosierungsanleitung
Angabe zur korrekten Anwendung eines Arzneimittels. Dessen optimale Wirkung kann nur erreicht werden, wenn die Einnahme in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt und zu den angegebenen Zeitabständen erfolgt.
Dosierungsintervall
Zeit zwischen zwei Arzneimitteleinnahmen. Es ist sehr wichtig, das Dosierungsintervall genau einzuhalten, da der --Wirkstoffspiegel im Blut und in den Geweben bei zu seltener Einnahme stark absinkt oder bei zu häufiger Einnahme stark ansteigt.
Dosierungsschema
Einnahmeplan eines Arzneimittels.
Dosis
Einzunehmende Menge eines Arzneimittels. Unterschieden wird die Einzeldosis von der Tagesdosis (Menge in 24 Stunden).
Droge
1. Im allgemeinen Sprachgebrauch Synonym für Rauschdrogen.
2. In der Pharmazie werden darunter frische oder getrocknete Arzneipflanzen bzw. Arzneipflanzenteile (Blätter, Wurzel) verstanden.
Einnahmezeitpunkt
Zeitpunkt, zu dem ein Arzneimittel eingenommen werden soll. Wichtig dabei ist sowohl die Tageszeit als auch der Vermerk "vor oder nach dem Essen", da sowohl die --Resorption  als auch körpereigene tageszeitabhängige Schwankungen die Wirkung beeinflussen.
Emetika
Brechmittel z.B. bei der Behandlung einer Vergiftung wird ein Erbrechen ausgelöst.
Erstmanifestation
erstmaliges Auftreten, Offenbarung der Erkrankung.
Expektorantien
Arzneimittel, die das Abhusten des Bronchialschleims erleichtern.
Fachapotheker
Speziell ausgebildeter Apotheker. Im Rahmen der Weiterbildung können Apotheker die Bezeichnung Fachapotheker auf den folgenden Gebieten erwerben: Fachapotheker für Offizin-Pharmazie, Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Technologie, Pharmazeutische Analytik, Toxikologie und Ökologie, Arzneimittelinformation, Klinische Chemie, Theoretische und Praktische Ausbildung, Öffentliches Gesundheitswesen.
Fertigarzneimittel
Arzneimittel, die im voraus hergestellt wurden und in einer Packung für den Endverbraucher in den Verkehr gebracht werden.

Fortbildung
Ständige Anpassung des Wissensstandes an den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand.

Freiname
Bezeichnung, internationale nicht gewerbliche.
Galenik
Benannt nach dem Arzt Claudius Galenus. Arzneiformenlehre, Pharmazeutische Technologie: Wissenschaft von der Herstellung von Arzneimitteln aus Wirkstoffen und Hilfsstoffen.
Gegenanzeige
Kontraindikation. Beschwerden, Erkrankungen oder Umstände, z.B. Schwangerschaft, bei denen das Arzneimittel nicht oder nur mit Einschränkungen nach Rücksprache mit dem Arzt angewandt werden darf.
Generikum
Arzneimittel mit einem Wirkstoff, dessen Patentschutz abgelaufen ist und das als Nachahmerpräparat auf den Markt gebracht worden ist.
Geriatrika
Mittel gegen vorzeitige Alterserscheinungen.

Gesundheit
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.

Gesundheitsreform
Allgemeiner Begriff für ein Bündel von Maßnahmen im Gesundheitswesen, die unter anderem zum Ziel haben, die Ausgabenentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung in den Griff zu bekommen.
Gesundheitstests
Tests zur Überprüfung der Gesundheit, z.B. verschiedene Harntests, Blutuntersuchungen, Umwelttests. Wichtig im Rahmen der Gesundheitsvorsorge.
Gynäkologika
Arzneimittel zur Behandlung spezieller Erkrankungen der Frauen.
Haltbarkeit
Zeit, in der ein Arzneimittel ohne deutlichen Wirksamkeitsverlust haltbar ist. Wird vom Hersteller während der Entwicklung geprüft --Verfallsdatum. Bei manchen Präparaten wird zusätzlich noch auf die Haltbarkeit nach Anbruch der Packung aufmerksam gemacht, z.B. bei Augentropfen.
Handelsname
Marke (® = Registered - eingetragener Name). Geschützter Name, z.B. Aspirin®.
Hausapotheke
Bevorratung mit Arzneimitteln im Haushalt. Diese sind am besten trocken, kühl, vor Licht geschützt und unzugänglich für Kinder aufzubewahren. Lassen Sie sich bei uns in der Apotheke beraten, was in der Hausapotheke enthalten sein sollte.
Heilmittelwerbegesetz
Gesetz, das die Werbung für Arzneimittel regelt. So ist z.B. irreführende Werbung, Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Laienpresse unzulässig.
Hersteller
Produzent von Arzneimitteln, der hierfür eine Herstellungserlaubnis hat.

Hilfsstoffe
Arzneilich nicht wirksame Stoffe, die dazu beitragen, aus einem Wirkstoff ein Arzneimittel werden zu lassen.
Homöopathie
Auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann zurückgehendes, wissenschaftlich umstrittenes Therapieverfahren, das darauf beruht, daß Ähnliches mit Ähnlichem behandelt werden soll (Similia similibus curentur). So werden z.B. Substanzen, die in höherer Dosierung Brechreiz verursachen, in kleinsten Mengen zur Behandlung der Übelkeit eingesetzt. Der Körper soll durch das homöopathische Arzneimittel zur Selbstheilung angeregt werden.
Hormone
Chemische Botenstoffe des Körpers, die ein drahtloses Kommunikationsnetz im Körper ermöglichen.
Hyperurikämie
Harnsäurevermehrung im Blut ...Gicht.

Hypnotika
Schlafmittel.
Hämostyptika
Blutstillende Arzneimittel.
Identitätsprüfung
Überprüfung, ob eine Substanz der Angabe auf dem Etikett entspricht. Eingehende Arznei- und Hilfsstoffe müssen in der Apotheke mindestens auf ihre Identität geprüft werden.
Immunmodulatoren
Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems.
Immunstimulantien
Mittel zur Anregung körpereigener Abwehrkräfte.
Import
Einfuhr von Arzneimitteln aus dem Ausland. Hierzu bedarf es einer speziellen Erlaubnis. Ausnahme ist der Reisebedarf. Arzneimittel, die in der Bundesrepublik nicht zugelassen sind, dürfen auf Bestellung Einzelner von Apotheken aus Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und des europäischen Wirtschaftsraums bestellt werden. Für die Bestellung aus anderen Staaten muß ein ärztliches Rezept vorliegen. --Parallelimport.
Indikation
--Anwendungsgebiet.
Interaktion
--Wechselwirkung.
Intravenös
Injektion, Infusion in die Vene.
Kardiaka
--Cardiaka Herzmittel.
Karminativa
Mittel gegen Blähungen.
Kinderarzneimittel
Zubereitung eines Medikamentes speziell für Kinder. Abgesehen vom geringeren Körpergewicht, ist auch der Stoffwechsel bei Kindern u.U. anders als beim Erwachsenen. Deswegen sind spezielle Dosierungen erforderlich, --Kinderdosierung.

Kinderdosierung
Angemessene Menge eines Arzneimittels für Kinder. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie verarbeiten Arzneistoffe u.U. anders aus Erwachsene. Da es keine allgemeingültige Grundregel gibt, ist es außerordentlich wichtig, die angegebene Dosierung und das Dosierungsintervall genau einzuhalten.
Kindergesicherte Verpackung
Verpackung eines Arzneimittels, die von Kindern nicht geöffnet werden kann. Abgesehen davon, daß Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden müssen, können sie mit bestimmten Verschlüssen versehen werden, die die Gefahr de versehentlichen Missbrauchs durch Kinder verhüten helfen.

Klinische Prüfung
Erprobung eines in der Entwicklung befindlichen Arzneimittels am Menschen. Hierzu ist die Vorlage des Studienplans bei einer Ethik-Kommission erforderlich, deren Aufgabe es ist, die an der Studie Beteiligten vor möglichen Gesundheitsschäden zu schützen. In der Phase I der klinischen Prüfung werden an gesunden Freiwilligen Verträglichkeit, Verteilung und --Metabolismus der Prüfsubstanz untersucht. In Phase II kommt es zur ersten Anwendung an speziell ausgesuchten Patienten und in Phase III zur breiten Anwendung bei vielen Patienten. Auch nach erfolgter --Zulassung werden klinische Daten weiter gesammelt.
Kombinationspräparat
Arzneimittel, die mehrere Wirkstoffe enthalten.
Konservierungsmittel
Substanzen, die dazu dienen, die Haltbarkeit eines Arzneimittels zu verlängern und einen mikrobiellen Befall zu verhindern (wichtig z.B. bei Augentropfen im Mehrdosenbehältnis). Jeder Konservierungsmittelzusatz muß angegeben sein.

Kontraindikation
--Gegenanzeige.
Kontrazeptiva, orale
Verhütungsmittel zur oralen Einnahme ( z.B. die Pille).
Koronarmittel
Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Koronarien).

Krankenhausapotheke
Apotheke im Krankenhaus mit der Aufgabe, die Krankenhausstationen mit Arzneimitteln zu versorgen sowie deren Arzneimittelvorräte zu überprüfen.
Krankenhausversorgende Apotheke
Öffentliche Apotheke, die aufgrund eines Versorgungsvertrags Krankenhäuser mit Arzneimitteln beliefert.
Labor
Kurzform von Laboratorium, spezieller in der --Apothekenbetriebsordnung  vorgeschriebener Raum in jeder Apotheke zur Prüfung von Arzneimitteln, Arznei- und Hilfsstoffen.
Lagerung
Arzneimittel sollten möglichst trocken, kühl, vor Licht geschützt und unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Das Badezimmer ist also nicht der geeignete Ort für das Medikamentenschränkchen. Besonderheiten bei der Lagerung werden in der Packungsbeilage und meist auch auf der Verpackung selbst ausdrücklich genannt.
Laxantien
Abführmittel.
Lipidsenker
Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettspiegel.
Lokalanästhetika
Arzneimittel zur örtlichen Betäubung.
Me-too-Präparat
Arzneimittel, das sich durch geringe chemische Variationen von einem bekannten Wirkstoff unterscheidet und Vorteile bringen soll (Me too = ich auch).

Medizinprodukte
Produkte, die ihre Wirkung am oder im menschlichen Körper durch überwiegend physikalische Vorgänge ausüben, z.B. Stützstrümpfe.

Mehrzahlung
Differenz zwischen Arzneimittelpreis und Festbetrag: Liegt der Apothekenabgabepreis, der bei Arzneimitteln auf der Grundlage des Herstellerabgabepreises durch die --Arzneimittelpreisverordnung festgelegt wird, eines auf Kassenrezept verordneten Arzneimittels oberhalb des --Festbetrages, so muß der Patient die Differenz zahlen.
Metabolismus
Chemische Umwandlung der Arzneistoffe im Körper mit dem Ziel, sie leichter ausscheiden zu können. So werden z.B. fettlösliche Stoffe vom Körper in wasserlösliche Substanzen umgewandelt. Die Metabolisierung erfolgt vor allem in der Leber, deshalb muß bei Lebererkrankungen häufig die Dosis reduziert werden, da durch die Erkrankung der Abbau vielfach verlangsamt abläuft und es zu einer Kumulation (Anhäufung) des Wirkstoffes im Körper kommen kann.

Monopräparat
Arzneimittel mit nur einem Wirkstoff.
Muskelrelaxantien
 Arzneimittel zur Aufhebung der Muskelspannung, besonders im Rahmen einer Narkose.

Nahrungsergänzungsmittel
Produkte, die zur Stärkung und Erhaltung der Gesundheit beitragen, indem sie einem Nährstoffmangel vorbeugen oder eine bereits bestehende Unterversorgung mit essenziellen Nährstoffen ausgleichen, z.B. niedrig dosierte Vitamin- und Mineralstoffpräparate. Zählen zu den Lebensmitteln, deshalb sind krankheitsbezogene Aussagen in der Webung nicht erlaubt.

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